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News - Deutsche Rallye Meisterschaft
Gaßner / Schrankl siegen bei der Saarland-Rallye
2003-06-22 13:05:34 - sp

Gaßner siegt nach dem Ausfall von Kahle vor Mohe
 
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    Mit dem Gesamtsieg bei der KÜS-Saarland-Rallye sind die Tabellenführenden Hermann Gassner und Siegfried Schrankl (Surheim / Obingen, Mitsubishi Carisma EVO VII) zu den Top-Favoriten in der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) avanciert. Das amtierende Vizemeister-Duo lief beim vierten von sieben Läufen in der höchsten Rallye-Klasse Deutschlands nach 17 Wertungsprüfungen über 217,37 km mit einem Vorsprung von 1:37,9 Minuten vor Carsten Mohe / Lutz H. Uhlig (Crottendorf / Zschopau, Renault Clio Super 1600) und Michael Neuschäfer-Rube / Jörg Seitz (Züschen / Gudensberg, Mitsubishi Lancer EVO VI) im Ziel ein. Gassners zweiten Sieg in der aktuellen DRM-Saison war eine hoch dramatische zweite Etappe vorausgegangen, in der praktisch alle anderen Favoriten ausfielen. Bereits auf der ersten Prüfung des Tages musste der als Gesamtführender in die zweite Etappe gestartete amtierende Meister Matthias Kahle mit Co-Pilot Peter Göbel (Görlitz / Korb, Skoda Octavia WRC) mit einem Getriebedefekt die Segel streichen. Auf der gleichen Strecke mussten auch die an zweiter Position liegenden Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer (Stuttgart / Klaus, Mitsubishi Lancer EVO VII) nach einem Dreher aufgeben. Maik Stölzel (Zwickau) behielt danach für zwei Prüfungen die Führung, bis auch er seinen privat eingesetzten Skoda Octavia WRC ohne Vortrieb abstellen musste. Gassner / Schrankl konnten danach die Führung übernehmen und behielten sie bis zum Zieleinlauf im saarländischen Merzig.

    Mit seinem zweiten Gesamtsieg konnte Hermann Gassner seine Führung in der DRM wieder ausbauen, die bis zu Beginn der zweiten Etappe der Saarland-Rallye durch Matthias Kahle / Peter Göbel stark gefährdet war. Entsprechend zufrieden war der Surheimer nach seinem Sieg beim DRM-Lauf mit EM-Prädikat (Koeffizient 2): "Das ist mein erster Sieg bei einem Rallye-EM-Lauf - mehr geht nicht", so Gassner im Ziel. "Es gibt noch drei DRM-Läufe, wo sich noch vieles ändern kann. Aber das heute war sicherlich ein wichtiger Schritt in der Meisterschaft." Doch der bislang schärfste Verfolger hat den Fight um die Wiederholung des Meistertitels noch nicht abgeschrieben. "Die DRM ist erst entschieden, wenn der letzte Lauf beendet ist", gab sich Matthias Kahle trotz Ausfall kämpferisch. "Wir fighten weiter. Den nächsten Lauf gehen wir genau so motiviert an, wie die anderen."

    Mohe entscheidet Super-1600-Fight für sich
    Mit dem zweiten Gesamtrang für Carsten Mohe / Lutz H. Uhlig im Renault Clio Super 1600 zeigten auch die Cracks in der Super-1600-Meisterschaft ihre Top-Form. Dem Sieg des Crottendorfers, der mit den so gewonnenen Punkten die Super-1600-Führung ausbauen kann, waren auch in dieser Klasse zwei dramatische Tage vorausgegangen. Bereits auf der ersten WP rutschen die vor der Saarland-Rallye Zweitplatzierten Horst Rotter / Dieter Hawranke mit einem platten Reifen ins Aus und handelten sich einen Zehn-Minuten-Rückstand ein, der auf den folgenden 16 Prüfungen nicht mehr aufzuholen war. Besonders übel erwischte es Rainer Jostes / Jan Enderle (Citroën Saxo Super 1600), deren Fahrzeug zwei Prüfungen vor Schluss nach einem Dreher Feuer fing und ausbrannte. Fahrer und Beifahrer hatten bereits vorher das Auto verlassen und hatten gleich doppelten Grund, sich zu ärgern: Nicht nur, dass der flotte französiche Renner als Totalschaden abgeschrieben werden muss. Auch den spannenden Kampf mit Mohe / Uhlig, bei dem die Klassenführung zuvor immer wieder gewechselt hatte, war so vorzeitig entschieden.

    Corazza wird bester Pilot in Division 5
    Auch in der kleinsten DRM-Division 5 (Gruppe N bis zwei Liter Hubraum) gab es im Saarland einen spannenden Kampf. Der amtierende DRM-Privatfahrer-Champion hatte dabei im Ziel die Nase vorne: Peter Corazza / Steffen Rothe (Honda Civic Type R) holten den Klassensieg mit einem tollen siebten Gesamtplatz. "Ich bin sehr glücklich, dass wir trotz der vielen Problemchen den ersten Platz in der Klasse geschafft haben", so der Fahrsicherheitsinstruktor im Ziel in Merzig. Zweiter in der Klasse wurde Lokalmatador Lars Mysliwietz aus dem saarlädischen Nalbach. "Wenn mir vor der Veranstalltung jemand gesagt hätte, dass ich Dritter in der Klasse und Zwölfter im Gesamt werde, hätte ich ihm nicht geglaubt", sagte der Saarländer nach seiner Heim-Rallye. "Aber wenn man von den WP-Zeiten her Erster in der Klasse hätte werden können, ist man trotzdem etwas enttäuscht."

    ADAC Rallye-Junior-Cup: Fahrner beendet Siegserie von Steudten
    Beim ebenfalls im Rahmen der KÜS-Saarland-Rallye ausgetragenen fünften von acht Läufen zum ADAC Rallye-Junior-Cup endete die bisherige Siegesserie von Maik Steudten (Citroën Saxo Super 1600). Der Schongauer wurde in Führung liegend durch einen Reifenschaden auf WP 13 zurückgeworfen und landete im Endklassement als Gesamt-Achtzehnter an dritter Position im Cup: "Sechzehn Prüfungen, vierzehn Bestzeiten und doch nicht gewonnen - das war viel Pech", ärgerte sich der Junior. Als Sieger konnten sich Markus Fahrner / Marcus Poschner (VW Polo GTI 16V) feiern lassen, die vor ihren Markenkollegen Niels Kunze / Michael Schwendy einliefen. "Endlich geschafft", jubelte der Rallye-Junior aus Schwaben. "Der erste Klassensieg im Junior-Cup! So kann es weiter gehen."

    Alber / Stadler siegen bei KÜS-Saarland-Rallye Classic
    Eine echte Bereicherung erfuhr die vierte DRM-Rallye durch den gleichzeitig ausgetragenen Lauf zur historischen Rallye-Europameisterschaft. Der Oberbayer Georg Alber mit seinem ostbayerischen Co-Piloten Hubert Stadler siegten bei der KÜS-Saarland-Rallye Classic auf einem 1965er-Porsche 911. Die beiden wurden ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht und sind damit auf dem besten Weg, den Europameistertitel der gemeinsam gewerteten Baujahre 1931 - 1965 nach Deutschland zu holen. Platz zwei holten auf heimischem Geläuf mit Dr. Rainer Schwedt / Hans Werner Woll zwei Saarländer vor Wolfgang Pfeiffer/Peter Knöbel (Porsche 911), die ein Ausritt am Vormittag der zweiten Etappe zurückgeworfen hatte.

    Endstand nach 17 Wertungsprüfungen (217,37 km)

    1. Hermann Gaßner / Siegfried Schrankl (Mitsubishi Carisma Evo VII) 2:05.14,4 Std.
    2. Carsten Mohe / Lutz H. Uhlig (Renault Clio Super 1600) + 1.37,9 Min.
    3. Michael Neuschäfer-Rube / Jörg Seitz (Mitsubishi Lancer Evo VI) + 2.48,5 Min.
    4. Tobias Olsson / Jörgen Carlsson (Mitsubishi Lancer Evo VI) + 3.42,5 Min.
    5. Armin Holz / Jörn Limbach (VW Golf Kit-Car) + 4.09,0 Min.
    6. Milan Liska / Jaroslav Jugas (Proton Pert) + 4.38,0 Min.
    7. Peter Corazza / Steffen Rothe (Honda Civic Type R) + 5.09,6 Min.
    8. Hans Weijs / Carol Robbers (VW Golf Kit-Car) + 5.13,5 Min.
    9. Michael Stapel / Ute Haase (Honda Civic Type R) + 7.06,3 Min.
    10. Olaf Dobberkau / Ronald Bauer (Mitsubishi Lancer Evo V) + 7.49,8 Min.


    Punktestände nach 4 von 7 Läufen

    Fahrerwertung

    1. Hermann Gaßner / Siegfried Schrankl, 182 Punkte
    2. Carsten Mohe / Lutz H. Uhlig, 135 Punkte
    3. Matthias Kahle / Peter Göbel, 120 Punkte
    4. Peter Corazza / Steffen Rothe, 109 Punkte
    5. Armin Holz / Jörn Limbach, 103 Punkte
    6. Maik Stölzel / Thomas Windisch, 95 Punkte
    7. Horst Rotter / Dieter Hawranke, 88 Punkte
    8. Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer, 87 Punkte
    8. Michael Stapel / Ute Haase, 87 Punkte
    10. Michael Neuschäfer-Rube / Jörg Seitz, 82 Punkte

    Super-1600-DM
    1. Carsten Mohe / Lutz H. Uhlig, 36 Punkte
    2. Horst Rotter / Dieter Hawranke, 20 Punkte
    3. Rainer Jostes / Jan Enderle, 12 Punkte

    Markenwertung
    1. Skoda, 247 Punkte
    2. Opel, 120 Punkte
    3. Citroën, 92 Punkte

    Privatfahrer-Wertung
    1. Peter Corazza / Steffen Rothe, 109 Punkte
    2. Armin Holz / Jörn Limbach, 103 Punkte
    3. Maik Stölzel / Thomas Windisch, 95 Punkte

     
     
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